Bestandsaufnahme
Über vier Jahre schreibe ich an dieser und anderer Stelle mal mehr, mal weniger. Im letzten Jahr hat sich dieses Blog aber ganz besonders durch gähnende Leere ausgezeichnet. Das liegt zum Teil daran, dass Nähmaschine und Kamera durch Bücher, Skripten und Seminararbeiten ersetzt wurden, die meine volle Aufmerksamkeit forderten.
Aber viel schwerer wiegt eigentlich dieses dumpfe Gefühl, welches mich immer mehr beschlich beim Anblick der zahllosen, scheinbar identischen Outfitposts, den immer gleichen Neuigkeiten und der Bilderflut, die zusammenhängenden Texten und Gedankengängen zunehmend den Platz nahm, wodurch heute wenig von dem übrig ist, das vor sieben Jahren im Web meine Begeisterung für Mode geweckt hat und mir auch unzählige Facetten der Kunst und Kultur eröffnet hat.
Kurz gesagt: Die Modebloggerei und ich, wir haben uns ziemlich auseinandergelebt.
Das Medium an sich hat für mich aber nichts an Reiz verloren, mehr denn je wird allerorts self-publishing beschworen, und was ist einfacher als mal eben einen Text ins Netz zu stellen? Seh ich auch so, und deswegen mach ich das hier jetzt auch wieder. Ohne genaue Kategorisierung, trotz spätpubertärem Pseudonym, mit weniger Bild und mehr Text. Weil ich genau das vermisse, und ein bisschen mehr Vielfalt ja nie schaden kann. Oder wie seht ihr das so?
Sprachwechsel
Einen anderen Sprachwechsel erforderte die kroatische Elle, aus der die Schnipsel da oben stammen. Weil ich des Kroatischen aber leider nicht mächtig bin, diente sie eher als Bilderbuch zur Urlaubsunterhaltung. Beim ersten Durchblättern gefiel mir das Editorial zum aktuellen Thema Schlangenprint ganz gut, beim näheren Hinsehen erwies es sich aber dann doch als weniger originell: das schuppige Muster wird hier mit sich um Gliedmaße schlängelnden Schlangen und angebissenen Äpfeln à la Eva und Kassandra inszeniert. Und das ist ja nun wirklich nichts Neues. Deswegen mussten die Teilchen einfach aus der ikonografischen Langeweile befreit werden und zu Bebilderungszwecken neu sortiert werden. Denn so machen sie eine bessere Figur, wie ich finde. Und ein klein wenig hat es mir dieses Muster doch auch angetan, so dass noch knapp vor der Winterpause ein Paar schuppiger Sandaletten vom Flohmarkt in meinen Schrank gewandert ist, die dann im nächsten Frühjahr ausgeführt werden. Auch ohne Obst versteht sich.
summer break is over.
things I did this summer amongst others clockwise from the top left
1. danced through the night at muah! festival in brno, czech republic.
2. felt tropical in lastovo, croatia.
3. enjoyed every last bit of The Importance of Being Earnest.
4. rediscovered the merits of my old hometown munich, germany.
5. climbed on picturesque rocks.
not pictured:
6. recovered my zest for fashion by not thinking about it for 3 months.
welcome back.
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| outfit: LESSING STUDIO photo: Daniel Novotny |
Since my last post time has been flying by. The show which was quite the success, went by in a whirlwind, as did my following final exams. I still can’t believe it but here I am, holding my fashion degree passed with distinction! Yay! This also means I no longer have any excuse to neglect this blog and my writing. I have lots of things to share over the next weeks which I’ve been planning all along, but first up is an overdue shot of the final outfit of my collection from the show.







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